4.6.2017 – es war wieder soweit – das „Heimrennen“, der Granitmarathon in Kleinzell stand vor der Tür. Eine Hassliebe – 47, 60 oder 90km kamen für unsere drei Sportler, Eva und Markus Lehner sowie Dr. Andreas Leitner, von der Sportunion Kollerschlag in Frage. Möglichst spät anmelden, damit man noch etwas das Wetter abwarten kann, denn eins ist sicher wie das Amen im Gebet – entweder brütende Hitze und Sonnenstich-Gefahr oder Eiseskälte, nett vermischt mit Regen und Gatschmassen. Etwas anders hatte der Granitmarathon in den letzten Jahren nicht für seine Protagonisten übrig.

Wider Erwarten war das Wetter heuer ganz zahm, mit leichtem Nieselregen zum Start und etwas schwül warmer, windiger Hitze.

So ging es um 9h für unseren ersten Starter Andi auf die 90km Strecke mit 3000hm. Um 9.30h folgte Eva auf der 60 km Strecke mit 2000hm und um 10h schließlich Markus auf der 47km Strecke mit 1500hm. Nun hören sich die Eckdaten der genannten Strecken für eingefleischte Bikemarathonisti nicht aufregend an, im Vergleich zu einer Salzkammergut Trophy mit Bsp. 211km und 7100hm, aber….

Die Mühlviertler Hochschaubahn mit ihren fiesen, extrem steilen Anstiegen, den anspruchsvollen, teils technisch schwierig zu fahrenden Trails, verlangten unseren Bikern alles ab. Gefühlte tausend mal runter, dann wieder steil, sehr steil hinauf; immer wieder und typisch für das Mühlviertler Granitland….

Der ruppige Trail zum Kraftwerk Partenstein, die Serpentinen von Partenstein hoch, die ausgewaschene Trailabfahrt nach Obermühl zur Donau, der darauffolgende ewig lange Anstieg nach Kirchberg ,der quälende Anstieg nach Lembach, der 25% steile Anstieg in Apfelsbach und last but not least die Durchquerung des Granitsteinbruchs, die schon oft die letzten Reserven der Biker gefordert hatte, machen den Granitmarathon sicherlich genauso so schwer wie die Extrem Distanz der Salzkammergut Trophy (die übrigens alle unsere drei Biker in den letzten Jahren mehrmals bezwungen haben).

Eva, Markus und Andreas kämpften sich auf ihren Distanzen, teils geplagt von Krämpfen und Defekten, wacker durch und finishten alle drei, wenn auch ziemlich ausgepowert, ihre Rennen ohne Verletzungen.

Die Zieleinfahrt durch das Festzelt mit einem begeisterten Publikum, durch Grilldunst und Bierzeltstimmung hatten sich unsere Mountainbiker redlich verdient.

Fazit dieses Wochenendes:

  1. Nie wieder Granitmarathon – oder vielleicht nächstes Jahr doch wieder…hm
  2. Es gibt immer wieder Muskeln an der Beinen die man nicht kannte
  3. Der Körper schreit „Nein“, der Kopf kontert „Ja, nur noch ein paar Km…“
  4. Sonderapplaus für die Zuschauer entlang der Strecke (geschätzte 200 entlang einer engen Steilpassage in Lembach – Gänsehaut pur!!, eine Clique Burschen mit ausreichend flüssiger Wegzehrung mit stimmungsaufhellender Wirkung , die wider Erwarten bis zum Ende durchhielten… das nennen wir Einsatz!)
  5. Danke an unseren pers. Betreuer Christoph Wallner

Kurz die Ergebnisse unserer Biker:

  • Eva – 124. auf der B, 5. AK1 Damen
  • Markus – 125. auf der C, 39. AK3 Herren
  • Andreas – 54. auf der A, 14. AK2 Herren

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Quelle: Dr. Andreas Leitner